Sichtschutz im Garten

Der Frühling rückt näher, und es zieht dich mit samt der ganzen Familie wieder in den Garten. Hier willst du entspannen und dich wohlfühlen. Um den Garten und die Terrasse vor neugierigen Blicken der Nachbarn und der Spaziergänger zu schützen, kannst du einen Sichtschutz aufbauen. Diesen gibt es aus Holz, Kunststoff oder Pflanzen. Er sorgt nicht nur für Privatsphäre, sondern auch für Schutz vor Wind und Sonne. Häufig besteht ein Sichtschutz aus zaunartigen Paneelen aus Holz oder witterungsbeständigen Kunststoff. Diese gibt es glatt, geflochten, mit oder ohne Ranggitter, rund, spitz, schmal und breit. Es gibt also zahlreiche, kreative Möglichkeiten um einen Blickschutz und gleichzeitig einen ansprechenden Blickfang zu schaffen. Vor dem Bau solltest du aber deine Nachbarn informieren sowie örtliche Regelungen beachten.

Sichtschutz aus Holz

Holzzäune kannst du sehr einfach selbst montieren. Das Zaunelement wird einfach zwischen zwei Pfosten in Halterungen befestigt. Preislich bewegt sich ein Holzzaun zwischen zehn Euro und 300 Euro, für besonders hochwertige Hölzer. Ein Sichtschutz aus Holz ist jedoch aufgrund der großen Oberfläche windanfällig. Deshalb solltest du die Pfosten unbedingt mit Beton im Boden fest verankern. Eine dekorativere Alternative zum einfachen Holzzaun sind Holzpalisaden. Diese sind gerade geschnitten und werden angespitzt in der Erde befestigt. Vergesse aber nicht, dass Holzzäune sehr aufwendig in der Pflege sind, da du den Zaun fast jedes Jahr einmal mit einem speziellen Holzschutzlack anstreichen musst.

Kleiner Garten mit Sichtschutz
Ein kleiner Garten mit Holzpaneelen als Sichtschutz (Quelle: Barbara Helgason, Fotolia)

Die klassische Hecke

Der Klassiker des perfekten Sichtschutz ist bis heute die Hecke. Diese fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Gartens ein und dient gleichzeitig als Zaunersatz. Die Hecke schafft nicht nur Lebensraum für Vögel und Insekten, sondern wirkt auch viel freundlicher als eine Mauer oder ein Zaun. Wer Geduld hat und den Geldbeutel schonen will, schafft sich herkömmliche Heckenjungpflanzen an. Diese brauchen dann noch einige Jahre, bis sie zu einem großen, dicht bewachsenen Sichtschutz herangewachsen sind. Eine Alternative sind sogenannte „Hecken am laufenden Meter“. Dies sind einzeln bewachsene Elemente mit einer Breite von einem Meter bis 1,20 Meter und einer Höhe von 1,55 Meter bis 1,80 Meter. Am beliebtesten ist der immergrüne Efeu, der Winter grüne Feuerdorn, Rotbuche und Hainbuche. Diese werden auf stabile, wetterfeste Mettalgitter gestützt und mit speziellen Bügeln zu einer Hecke verbunden. Ein bis zwei Mal im Jahr, es kommt auf die jeweilige Hecke an, musst du diese zurückschneiden und im Frühjahr einmal mit einem Langzeitdünger behandeln.

Weiter Alternativen

Neben den Klassikern aus Holz und Hecke kann ein Sichtschutz auch aus Kunststoff, WPC, Weide, Bambus, Schilf oder Steinen entstehen. Alternativ kannst du einen bereits vorhandenen Gartenzaun bepflanzen. Besonders gut eignet sich dafür Efeu. Dieser ist immergrün und bietet somit auch im Winter einen optimalen Schutz. Du schaffst so zusätzlichen Lebensraum für Kleintiere. Wie jede natürliche Hecke musst du auch den Efeu in regelmäßigen Abständen zurückschneiden.

Kunststoff bietet den Vorteil, dass er besonders robust und witterungsbeständig ist. Weiterhin entfällt der jährliche Gartenzaunanstrich. Das Abspritzen des Sichtschutzes mit Wasser genügt vollkommen. Kunststoff ist häufig dichter als Holzzäune und bietet somit auch Schutz vor Lärm.

Optisch besonders ansprechend ist ein Sichtschutz aus Bambus, Schilf oder Weide. Weide zeichnet sich vor allem durch die edle Optik, Flexibilität und Haltbarkeit aus. Besteht bereits ein Gartenzaun, können Weide, Schilf und Bambus einfach mit Kabelbindern an diesem befestigt werden. Allerdings ist diese Alternative selten komplett blickdicht.

Ein Sichtschutz aus Steinen, sogenannte Gabionen, besteht aus mit Steinen gefüllten Drahtkörben. Diese Alternative bietet einen optimalen Sichtschutz über das ganze Jahr. Bei sehr lockerem Boden sollte ein Betonfundament gegossen werden. Ein Drahtkorb kostet ca. 50 Euro, wobei die Steinfüllung noch einmal extra bezahlt werden muss.

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