Schädlinge im Haus

Holzwurm (© bofotolux - Fotolia - 48162988)
Der Holzwurm fühlt sich hier wohl (Quelle: © bofotolux, Fotolia)

Schädlinge wie Holzwürmer, Kakerlaken oder Motten gibt es in vielen deutschen Haushalten. Das Ungeziefer richtet Schaden an und kann Krankheiten übertragen. Doch nicht immer musst du gleich den Kammerjäger holen, mit ein paar Tricks und Tipps kannst du die kleinen Tiere aus der Wohnung verbannen.

Der Holzwurm

Holzwürmer leben bevorzugt im Keller oder am Dachboden. Kleine ein bis zwei Millimeter große Löcher im Holz, aus denen Bohrmehl kommt, sind ein eindeutiger Hinweis auf einen Wurmbefall. In beheizten Räumen halten sich Holzwürmer meist nicht auf, das Holz ist dort zu trocken. Die kleinen Tiere sind sehr Orts treu und bevorzugen Splintholz als Nahrung. Du darfst aber nicht vergessen, dass sie das Holz zerstören. Ein Fachmann hilft bei Holzwurmbefall. Die einzelnen Stücke werden auf 55 Grad Celsius erhitzt und das für ganze 60 Minuten. Nach dieser Behandlung sollten die Holzwürmer abgestorben sein.

Kakerlaken

Madagaskar-Riesenschaben
Die flinken Tiere (Quelle: © gs1311, Fotolia)

Kakerlaken, auch bekannt unter dem Namen Küchenschaben sind typische Vorratsschädlinge. Die Tiere sind lichtscheu und haben eine rotbraune Färbung. Die flinken, bis zu drei Zentimeter großen Insekten können jedoch nicht fliegen. Die hartnäckigen Schädlinge sind sehr widerstandsfähig und halten sogar radioaktive Strahlung aus. Auch wenn die eigene Küche immer sauber ist und regelmäßig geputzt wird, kann das Ungeziefer einziehen – ein Befall hat nicht immer etwas mit der Sauberkeit zu tun. Hilfe gegen Kakerlaken bekommst du beim Kammerjäger.

Silberfischchen

Die kleinen silbergrauen Tiere besitzen einen dünnen Körper ohne Flügel. Die Insekten sind sehr schnell und lichtscheu. Als Nahrung bevorzugen die Schädlinge vor allem Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke. Aber auch Bucheinbände, Fotos, Baumwolle, Leinen und Papier stehen auf ihrem Speiseplan. Sie fressen sogar Löcher in Lederwaren. Silberfischchen können mehrere Wochen hungern, ohne Schaden zu nehmen, deshalb ist der Befall meist längerfristig. Köderboxen aus dem Drogeriemarkt können Abhilfe schaffen, zudem solltest du offene Spalten und Ritzen in denen sich die Tiere verstecken mit Silikon abdichten. Duftöle, Ingwerwurzeln – es gibt eine Vielzahl von Hausmitteln, die gegen das Ungeziefer helfen sollen.

Die Bettwanze

Bettwanzen nisten am liebsten in Schlafplätzen ein. Die Plagegeister ernähren sich von Blut und werden meist chemisch bekämpft. Durch bessere Hygienestandards heutzutage haben es Bettwanzen immer schwerer. Jedoch entwickelten die Tiere in den letzten Jahren Resistenzen gegen einige Insektizide. Um Bettwanzen zu bekämpfen, kann ein Fachmann mithilfe eines speziellen Ofens die Zimmertemperatur für knapp zwei Tage auf 55 Grad Celsius erhöhen.

Ameisen

Im Garten sind die kleinen Tiere wichtig und nützlich. In Haushalt und Küche werden sie jedoch zu Schädlingen. Besonders im Frühjahr und Sommer ist es ein leichtes durch offene Türen und Fenster ins Innere zu gelangen. Ameisenstraßen führen oft in Vorratskammern oder die Küche. Zur Bekämpfung von Ameisen gibt es im Gartencenter eine große Auswahl. Jedoch solltest du in der Küche keine Chemie verwenden. Alle Lebensmittel solltest du gut verschließen und bereits angefressene Lebensmittel musst du entsorgen. Die Straßen kannst du versperren, indem du mit Chillipulver oder Kreide einen dicken Strich durch den Weg ziehst. Jetzt finden die Tiere ihren Weg nicht mehr und müssen eine neue Futterquelle suchen.

Motten

Wie der Name schon sagt, bevorzugen Kleidermotten den Kleiderschrank und fressen gerne Löcher in Bettwäsche oder Pullover. Besonders Pelz, Leder und Wolle stehen auf ihrem Speiseplan. Im Gegensatz dazu sind synthetische Stoffe, Baumwolle, Jute und Seide für die Tiere schwer zu verdauen. Um einem Befall vorzubeugen, kannst du deinen Kleiderschrank regelmäßig lüften und umräumen. Die Tiere lassen sich von Essig, Lavendel- und Zedernholzgeruch abschrecken. Hast du bereits Kleidermotten im Schlafzimmer, findest du im Drogeriemarkt chemische Mittel zur Bekämpfung. Die Kleidung sollte bei einer Temperatur von über 50 Grad Celsius gewaschen werden, das tötet die Insekten ab. Zum Trocknen solltest du die Wäsche in der Sonne aufhängen, das helle Tageslicht vertreibt Kleidermotten. Weitere Tipps zum Umgang mit Kleidermotten findest du im Internet.

Falls die genannten Tipps nicht helfen, ist es ratsam, sich an einen Schädlingsbekämpfer zu wenden. Dieser befreit dein Haus effektiv von Schädlingen.

3 Kommentare

  1. Ich wusste nicht, dass es so viele Schädlinge im Haus gibt.

    Mein Mann und ich sind vor einigen Monaten umgezogen. Dabei haben wir vor einigen Tagen erst bemerkt, dass unser Garten von Schädlingen besetzt ist. Aus diesem Grund haben wir uns auf die Suche nach einem Anbieter für Schädlingsbekämpfung gemacht.

  2. Gestern habe ich Silberfischchen in meinem Badezimmer bemerkt. Morgen werde ich bei einer Drogerie vorbeikommen, um einige Köderboxen zu kaufen. Zudem werde ich offene Spalten und Ritzen mit Silikon abdichten.

  3. Schädlinge im Haus ist das Schlimmste, besonders wenn man es nicht sofort bemerkt. Es gibt einige um die man sich selbst kümmern kann aber bei Ratten, Wespen oder Holzwürmer sollte man je nach Befall jemanden beauftragen. Ich wusste gar nicht, dass Bettwanzen eine Resistenzen gegen einige Insektizide entwickelt haben.

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