Schädlinge im Garten

Jedes Jahr aufs Neue beginnt der Kampf gegen Schädlinge im Garten. Die kleinen Pflanzenfresser machen sich über Obst- und Gemüsepflanzen her und auch vor Blumen keinen Halt. Wer die Schädlinge rechtzeitig erkennt, kann schnell und gezielt handeln, noch bevor eine Plage entsteht. Wir stellen typische Schädlinge im Garten vor und geben Tipps zur Vertreibung.

Schnecken bekämpfen

Schnecken im Salatbeet. Foto: Dieter Hawlan / fotolia.com
Schnecken sind eine Plage im heimischen Garten. Foto: Dieter Hawlan / fotolia.com

Wer kennt es nicht: Kaum hat man den Garten neu angelegt und Blumen gepflanzt sind sie da, die kleinen schleimigen Tiere. Schnecken. Da sie dauerhaft in der Lage sind zu fressen, können sie große Schäden in Gemüse- und Obstbeeten anrichten. Sie fressen Blüten, Blätter und Stiele fast aller Pflanzen. Bevor du eine chemische Keule aus dem Baumarkt holst, solltest du versuchen, die Plage mit Nützlingen zu bekämpfen. Der Igel zum Beispiel zählt zu den natürlichen Feinden der Schnecken. Er ist die ganze Nacht auf der Suche nach Essbarem und freut sich über mehrere leckere Schnecken-Happen.

Neben den natürlichen Feinden kannst du die schleimigen Tiere auch selbst absammeln. Schneckenzäune um das Gemüsebeet sollen die Tiere zurückhalten. Die letzte Möglichkeit der Schädlingsbekämpfung sollten chemische Mittel sein. Schneckenkorn tötet die Tiere, ist aber auch für unsere Haustiere gefährlich und sollte deshalb sehr vorsichtig eingesetzt werden.

Blattläuse loswerden

Blattläuse gehören zu den am häufigsten vorkommenden Schädlingen im Garten. Besonders bei warmem und trockenem Wetter fühlen sich die kleinen Tiere wohl und vermehren sich rasend. Zu den natürlichen Feinden der Blattläuse zählen Marienkäfer und Florfliegenlarven. Im Zoofachgeschäft oder im Webshop bekommst du Florfliegen- und  Marienkäferlarven, die du im Frühjahr im Garten ausbringen kannst. Ein Marienkäfer lebt circa 30 Tage und frisst während dieser Zeit ungefähr 4.000 Blattläuse – eine sehr gute Alternative zur Chemiekeule. Im Obst- und Gemüsebeet sollten keine chemischen Mittel zum Einsatz kommen, daher sind natürliche Fressfeinde gegen Blattläuse ideal und schonend für die Umwelt.

Wühlmäuse vertreiben

Die Wühlmaus – auch Wollmaus, Schermaus oder Erdratte genannt – zählt zu den Pflanzenschädlingen im Garten. Mit Vorliebe verspeist sie Knollen- und Wurzelgewebe verschiedener Gartenpflanzen wie beispielsweise Karotten, Topinambur, Sellerie und Tulpenzwiebeln. Sie liebt auch die zarte Wurzelrinde von Obstbäumen und Rosengewächsen.

Da Wühlmaus-Weibchen bis zu 25 Junge pro Jahr in drei bis vier Würfen gebären, kann es schnell zur Wühlmausplage kommen. Die Tiere legen ein verzweigtes Gangsystem unter der Erde an. Dabei schütten sie ähnlich wie Maulwürfe Erdhaufen auf. Anders als Maulwurfhügel sind Wühlmaus-Haufen flacher und unauffälliger. Zudem sind sie unregelmäßig verteilt. Das Eingangsloch befindet sich typischerweise nicht in der Mitte unter dem Erdhügel, sondern daneben. Hier findest du Tipps, wie du Wühlmäuse loswerden kannst. Hilfreich sind beispielsweise Ultraschallgeräte gegen Wühlmäuse oder Windräder und Windspiele, die unangenehme Geräusche und Vibrationen im Erdreich erzeugen.

Nicht alle Tiere sind Schädlinge

Ein Maulwurf schaut aus der Erde. Foto: beeki/pixabay.com
Ein Maulwurf schaut aus der Erde. Foto: beeki/pixabay.com

Bei vielen Tieren, die uns im Garten stören, handelt es sich nicht um Schädlinge. Das ist beispielsweise beim Maulwurf der Fall. Die Hügel im Rasen sind zwar ärgerlich, dennoch gehört das kleine schwarze Tier zu den Nützlingen. Es lockert den Boden auf und frisst die Larven von Gartenschädlingen. Der Maulwurf steht unter Naturschutz und darf deshalb nicht getötet oder gefangen werden. Wenn dich die Maulwurfshaufen im Garten stören, kannst du die Säugetiere mit sanften Mitteln vertreiben. Beispielsweise helfen Mottenkugeln oder Knoblauch in den Eingangslöchern der Hügel als natürliche Vertreibungsmittel.

Auch Ameisen zählen nicht zu den Schädlingen im Garten, obwohl sie in den Sommermonaten oft in Scharen auftreten und manchmal auch ins Haus gelangen. Sie lockern die Erde auf, verbreiten Samen und fressen Schneckeneier.

Leider beschützen Ameisen die schädlichen Blattläuse im Garten, da sie deren süße Ausscheidungen als Nahrungsquelle nutzen. Ameisen lassen sich recht gut mit Hausmitteln vertreiben. Kreide oder Kalkpulver dienen als natürliche Barriere für Ameisenstraßen. Die kleinen fleißigen Tiere laufen nicht durch das alkalisch wirkende Pulver. Weitere natürliche Mittel, um Ameisen zu vertreiben sind Lavendelblüten, Zimt oder Chilipulver.

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