Ein Kinderzimmer einrichten

Ihr erwartet Nachwuchs und plant bereits die Einrichtung des zukünftigen Kinderzimmers? Dabei ist die Auswahl von Möbelstücken und Dekorationsideen für Baby- und Kinderzimmer fast unendlich – vom Prinzessinnenzimmer hin zu einem wilden Dschungel ist alles machbar und möglich. Mit unseren Tipps wird das Zimmer eures Sprösslings nicht nur toll aussehen, sondern vor allem auch sicher sein.

Die Sicherheit im Kinderzimmer steht an erster Stelle. Foto: Goran Bogicevic/fotolia.com

Die ersten Jahre – Baby- und Kleinkindzimmer

Denkt bei der Planung des Kinderzimmers daran, dass euer Kind schon nach wenigen Monaten im Zimmer krabbelt und die Umgebung erkunden will. Das Zimmer und die Einrichtung müssen deshalb sowohl auf ein Baby als auch auf ein Kleinkind zugeschnitten sein.

Wird ein Kinderzimmer renoviert oder neu eingerichtet, wollen Oma und Opa sowie Tanten und Onkel oft dazu beitragen und Sicherheits-Gadgets sowie Möbel als Geschenk kaufen. Mit der Babywunschliste bei Amazon sorgst du dafür, dass die Verwandtschaft die richtigen Artikel kauft. Sie lässt sich ganz einfach mit mehreren Personen teilen und du kannst auch Produkte außerhalb von Amazon ergänzen.

Einer der wichtigsten Einrichtungsgegenstände im Babyzimmer ist das Babybett – auch wenn dein Nachwuchs in den ersten Monaten besser in einem Beistellbett neben eurem Elternbett schläft. Beim Kauf eines Babybetts gibt es ein paar Punkte zu beachten, damit euer Kind sicher und gut schläft:

  • Der Lattenrost sollte in der Höhe verstellbar sein. Durch die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten könnt ihr verhindern, dass euer Sprössling herausfällt oder später aus dem Bett klettert.
  • Wichtig sind die Abstände der Gitterstäbe, euer Kind darf unter keinen Umständen seinen Kopf durch die Stäbe stecken können. Praktisch sind Babybetten, bei denen sich Gitterstäbe entfernen lassen, damit das Kind später selbstständig in das Bett klettern kann.
  • Die Matratze muss – wie das gesamte Babybett, schadstofffrei sein. Die Unterlage sollte nicht zu weich und atmungsaktiv sein. Sehr vorteilhaft ist ein waschbarer Bezug. Lasst die Matratze vor dem ersten Gebrauch gut auslüften.
  • Auch wenn sie Wohlfühlatmosphäre schaffen, solltet ihr auf Decken, Kissen oder Kuscheltiere im Babybett verzichten, um das Erstickungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Statt einer Decke eignet sich ein Babyschlafsack aus schadstofffreien Materialien. Achtet auf störende Nähte im Rückenbereich und dass Reißverschlüsse in Richtung der Füße schließen, damit sich euer Baby nicht verletzen kann.

Was im Babyzimmer außerdem auf keinen Fall fehlen darf, ist die Wickelkommode. Praktisch sind höhenverstellbare Modelle, damit Papa und Mama den Nachwuchs ohne Rückenschmerzen wickeln können. Alternativ zur Kommode kann ein Wickeltisch oder -regal für euch in Frage kommen. Egal für welches Möbelstück ihr euch entscheidet – achtet auf genügend Stauraum für Wickelutensilien wie Windeln, Wäsche und Handtücher und eine Absturzsicherung für euren Nachwuchs. Die Wickelfläche selbst sollte groß genug sein, dass euer Kind auch in ein paar Monaten noch genügend Platz hat. Die Wickelauflage mit Kopf- und Seitenschutz muss schadstofffrei und abwaschbar sein. Eine Wärmelampe über dem Wickeltisch schützt euren Sprössling vor dem Auskühlen und hält ihn gerade nach dem Baden warm. Das ist vor allem wichtig, wenn euer Baby in der kalten Jahreszeit zur Welt kommt.

Stellt die Wickelkommode nicht direkt ans Fenster oder die Türe. So ist euer Nachwuchs vor Zugluft am besten geschützt. Zur kleinen Ablenkung während des Wickelns könnt ihr ein Mobile über dem Tisch anbringen.

Die Kleidung eures Babys lässt sich in den ersten Monaten gut im eigenen Schrank oder in der Wickelkommode unterbringen. Bedenkt aber, dass euer Kind schnell aus der Kleidung wächst und ihr auf jeden Fall einen Kleiderschrank im Kinderzimmer braucht. Daneben gehören Aufbewahrungsboxen als Stauraum für Spielzeug, Kuscheltiere und Ähnliches zur Grundausstattung.

Mit einem Teppich oder einer Krabbeldecke schafft ihr einen bequemen Platz zum Verweilen und später Spielen. Achtet auf einen schadstofffreien und leicht zu reinigenden Teppich. Wichtig ist eine Sitzmöglichkeit für euch als Eltern im Babyzimmer. Ein gemütlicher Schaukelstuhl oder Sessel machen das Stillen oder Kuscheln für alle angenehm.

Ein schönes und vor allem praktisch eingerichtetes Babyzimmer für die ersten Monate. Foto: mmphotographie.de/fotolia.com

Sicherheit bei der Einrichtung

Kleinkinder, die gerade krabbeln und laufen lernen, sind sehr neugierig und möchten alles erkunden. Möbel und Einrichtungsgegenstände mit dem GS-Prüfsiegel müssen dem Produktsicherheitsgesetz entsprechen und daher solltet ihr besonders auf das Siegel achten. Grundsätzlich sollten alle Gegenstände im Haushalt und speziell im Baby- und Kinderzimmer frei von Schadstoffen sein. Lacke, Kleber, Farben und Zusatzstoffe können bei kleinen Kindern allergische Reaktionen hervorrufen. Erkundigt euch vor dem Kauf über die Inhaltsstoffe.

Legt bei Kleinkindern besondere Aufmerksamkeit auf die Sicherheit im Kinderzimmer. Ihr müsst alle Steckdosen mit einer Kindersicherung versehen. Bei den ersten Steh- und Gehversuchen zieht sich euer Nachwuchs an Möbelstücken hoch und hält sich daran fest. Fixiert die Einrichtungsgegenstände fest an der Wand, damit sie nicht umkippen und es zu Verletzungen kommt. Schubladen solltet ihr mit einer extra Sicherung verschließen, so kann euer Kind diese nicht einfach herausziehen.

Verlegt die Kabel von Elektrogeräten im Kinderzimmer so, dass euer Nachwuchs weder darüber stolpern, noch mit den Kabeln spielen kann. Ein zu glatter Bodenbelag oder Falten im Teppichboden erhöhen die Sturzgefahr vor allem bei den ersten unsicheren Gehversuchen im Kinderzimmer. Ecken und Kanten von Möbelstücken könnt ihr mit einem speziellen Kantenschutz versehen. Bei einem Sturz kann dann nicht mehr so viel passieren. Wenn die Spielsachen im Kinderzimmer gut erreichbar für euer Kind sind, muss es nicht auf einen Stuhl klettern, um diese zu erreichen.

Ihr solltet früh damit beginnen, eurem Kind Gefahrenquellen und mögliche Folgen zu erklären. Viele Kinder wünschen sich zum Beispiel ein Hochbett. Vor dem Kauf müsst ihr eurem Kind die Gefahren beim Herumtollen im Hochbett erklären. Ein Schutz gegen das Herausfallen ist unerlässlich und das Hochbett darf nie zu nahe am Fenster stehen. Die Leiter muss fest mit dem Bettgestell verankert sein. Nägel und Schrauben müsst ihr gut versenken und einzelne Bretter dürfen nicht lose sein, damit sich euer Kind nicht verletzt.

Um trotzdem im Ernstfall gerüstet zu sein, hilft eine gut bestückte Hausapotheke.

In eine gute Hausapotheke gehören:

  • Digitales Fieberthermometer
  • Desinfektionsmittel
  • Zeckenzange
  • Pinzette
  • Pipette für die Dosierung von Medikamenten
  • Unterschiedlich große Pflaster, Verbandsmaterial und -schere
  • Einmalhandschuhe

Medikamente solltet ihr immer nur mit Rücksprache eines Arztes geben. Dabei ist es hilfreich, wenn ihr einen fiebersenkenden Saft und Kindernasentropfen in der Hausapotheke aufbewahrt. Eine Zinksalbe hilft bei kleinen Hautabschürfungen und Lotionen mit Antihistamin lindern juckende Mückenstiche oder einen Sonnenbrand.

Wohnideen für das Kinderzimmer

Ist euer Kind schon etwas älter, plant bereits ein Jugendzimmer. Wählt Möbelstücke in neutralen Farben. Die Wände aber können in bunten Farben gestrichen und bei Bedarf später übermalt werden.  Wahrscheinlich ändern sich die Farbvorlieben eures Kindes schnell. Möchtet ihr beim Möbelkauf Geld sparen, dann entscheidet euch für mitwachsende Möbel. Der Schreibtisch, das Bett und auch der Stuhl sind größenverstellbar und wachsen mit eurem Nachwuchs mit. Durch die längere Lebensdauer der Möbel relativiert sich der höhere Anschaffungspreis.

Der Schreibtisch ist meistens aus Holz oder Kunststoff und wird über die Beine oder eine verstellbare Tischplatte in der Höhe verändert. Der zugehörige Schreibtischstuhl kann durch einen Hebel in der Höhe angepasst werden. Achtet beim Stuhl auf eine gute Polsterung und eine ergonomische Rückenlehne. Vor dem Kauf solltet ihr auf jeden Fall testen, ob euer Kind eine angenehme Sitzhaltung einnehmen kann. Die Füße müssen problemlos auf den Boden gestellt und die Unterarme waagerecht auf den Tisch gelegt werden können. Das Becken bildet mit den Knien einen rechten Winkel, die Ellenbogen sollten auch um 90° gebeugt sein. Stellt den Schreibtisch in die Nähe eines Fensters. Dabei sollte das Tageslicht nicht von vorne, sondern von der Seite auf den Schreibtisch scheinen. Als zusätzliche Beleuchtung eignen sich Tageslichtlampen, die gelenkig sind, um das Licht flexibel auszurichten.

Mitwachsende Kinderbetten lassen sich mit wenigen Handgriffen umbauen. Dafür gibt es spezielle Kits und passende Anleitungen. Oft sind in den Betten Kommoden integriert, die nach dem Umbau separat genutzt werden können. Kinderbetten gibt es zudem in allen möglichen Designs. Mädchen lieben Prinzessinnen-Betten, Jungs entscheiden sich gerne für ein Bett im Rennauto-Stil. Dafür könnt ihr bestimmte Bettgestelle kaufen. Aber auch bunte Kissen, Decken, Lichterketten oder ein Betthimmel verleihen dem Kinderbett eine angenehme Atmosphäre. Bei dieser Variante müsst ihr nicht gleich ein neues Bett kaufen, wenn sich euer Kind einen anderen Look wünscht. Beliebt sind bei den Kids auch Hochbetten oder Etagenbetten, die sie sich mit ihren Geschwisterchen teilen.

Entscheidend im Kinderzimmer ist genügend Stauraum. Regale und Schränke für Spielsachen, Bücher und Schulunterlagen müssen ausreichend vorhanden sein. Zusätzlichen Platz schaffen Schachteln oder Körbe, die gleichzeitig als Dekoration dienen. Neben den Schreibtisch könnt ihr einen Rollcontainer stellen. Für weiteren Stauraum sorgen Hängeschränke, die den Raum auch optisch größer wirken lassen. Hängt die Schränke so auf, dass euer Kind die Sachen gut alleine erreichen kann. Der Kleiderschrank sollte auf keinen Fall zu klein ausfallen. Wählt einen Schrank, der etwas Puffer bietet. Befinden sich die Kinder noch im Wachstum, werden regelmäßig neue Klamotten gekauft – oft bleibt aber keine Zeit zum Ausmisten der alten Sachen. Später im Jugendalter wird sicher auch mehr Platz im Kleiderschrank benötigt.

Gestaltungsideen für das Kinderzimmer. Foto: Poligonchik/fotolia.com

Sehr wichtig im Kinderzimmer sind ausreichend Lichtquellen. Ergänzt die zentrale Deckenbeleuchtung durch mehrere, kleine Lampen, die getrennt voneinander ein- und ausgeschaltet werden können und dimmbar sind. Wenn euer Kind Probleme beim Einschlafen hat, solltet ihr es mit einem Einschlaflicht versuchen. Die kleinen Lichter mit den schönen Kindermotiven werden in die Steckdose gesteckt und leuchten nur ganz sanft, sodass das Einschlafen kein Problem mehr sein sollte. Achtet jedoch darauf, dass die Lampen im Zimmer keine gruseligen Schatten an die Wand werfen.

Wie bereits erwähnt, solltet ihr nur schadstofffreie Einrichtungsgegenstände ins Kinderzimmer stellen. Dies gilt auch bei der Farbe für die Wände. Ansonsten sind der Wandgestaltung kaum Grenzen gesetzt. Mit guter Wandfarbe können sogar dunkle Wände wieder überstrichen werden. Dazu muss die Farbe ausreichend Bindemittel und Pigmente enthalten. Falls ihr euch bei der Auswahl nicht sicher seid, einfach im Baumarkt nachfragen. Beliebt sind kräftige, warme Wandfarben. Wollt ihr die Wände mit schönen Motiven bemalen, solltet ihr bedenken, wo die Möbel stehen werden. Nicht, dass das Gemälde hinter dem Kleiderschrank verschwindet. Nach der Arbeit mit Farben, Lacken und Klebern solltet ihr gut lüften, bevor euer Kind wieder im Zimmer schläft. Als Wanddekoration dienen selbstgemalte Bilder, Fotos, Poster oder Wandsticker. Gemütliche Stimmung schaffen Lichterketten oder leuchtende Sterne.

Viele entscheiden sich auch für Tapeten im Kinderzimmer. Diese gibt es in zahlreichen verschiedenen Farben und Mustern. Beliebt sind Ausmaltapeten, die euer Kind selbst gestalten kann. Falls nötig, kann eine Tapete wieder entfernt werden. Zudem könnt ihr überstreichbare Tapeten verwenden, die sich mehrfach mit handelsüblichen Farben überstreichen lassen.

Highlights im Kinderzimmer

Je nachdem, wie alt euer Sprössling ist, könnt ihr Highlights im Zimmer schaffen. Gerade für junge Kinder ist ein Indianerzelt ein schöner Rückzugsort. Weiche Kissen und eine Kuscheldecke machen das Versteck gemütlich. Mit der passenden Beleuchtung im Zelt könnt ihr zusammen abends vor dem Einschlafen ein Buch lesen.

Ein Indianerzelt als Rückzugsort. Foto: JenkoAtaman/AdobeStock

Ein weiteres Highlight – vor allem für kreative Kinder – ist eine Wand, die mit Tafelfarbe bemalt ist. Mit bunter Kreide können jeden Tag neue Ideen und Bilder an die Wand gezaubert werden. Mit einem feuchten Tuch verschwindet das Kunstwerk wieder und schafft Platz für etwas Neues. Achtet in diesem Bereich auf einen Bodenbelag, den ihr nass wischen könnt.

Ist euer Nachwuchs schon ein paar Jahre älter ist beispielsweise eine Hängematte der perfekte Ort zum Abhängen und Relaxen. Für das Installieren ist es wichtig, die geeigneten Dübel und Schrauben zu verwenden. Bei einer unsachgemäßen Anbringung kann es hier schnell zu einem Unfall kommen.

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