Japanzimmer – außergewöhnliches Design

Japanisches Zimmer mit Tatami Fußboden
Ein typisches japanisches Zimmer (Quelle: eyetronic, Fotolia)

Japan ist der flächenmäßig viertgrößte Inselstaat der Welt. Eine der vier Hauptinseln beheimatet auch die japanische Hauptstadt, Tokio. Mit insgesamt 127 Millionen Einwohnern gehört Japan zu einem der zehn bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Beim Bau von Häusern muss vor allem auf klimatische Anforderungen geachtet werden. Im Süden Japans entstehen im Frühsommer immer wieder heftige Wirbelstürme und Taifune. Zudem liegt Japan in einer Erdbebenregion, vier tektonische Platten der Erdkruste treffen unter Japan zusammen. Bei der Planung von Häusern nahe der Küste des Pazifischen Ozeans darf die Gefahr von Tsunamis nicht vergessen werden.

Japanische Bauweise

In den ländlichen Gebieten Japans werden häufig die traditionellen kleinen Häuser aus Holz, Papier und Bambus gebaut. Die Bauweise ist billig und bei einem Erdbeben schwingen die Außenwände mit und verhindern so den Zusammenbruch des Hauses.

Asiatisches Einrichtung
Bambusmöbel (Quelle: XtravaganT, Fotolia)

Japanische Häuser besitzen große Tür- und Fensteröffnungen, damit im Sommer die hohe Luftfeuchtigkeit aus dem Haus zieht. Außerdem sind die einzelnen Räume sehr wandelbar. So kann grundsätzlich jeder Raum auch als Schlafzimmer verwendet werden, die Futons, die traditionellen japanischen Betten werden während des Tages in den eingebauten Wandschränken aufbewahrt.

Außerdem hat der Garten eine sehr wichtige Bedeutung, durch eine große überdachte Veranda kannst du das Grün betreten. Auf Kieswegen und Trittsteinen lässt sich auch das traditionelle Teehäuschen erreichen. Das schlicht eingerichtete kleine Haus dient als Ort der Ruhe und Entspannung. Vor der Teezeremonie wandern die Gäste durch den Garten, um die Sorgen und Probleme des Alltags zu vergessen. Es werden Mund und Hände mit Wasser gereinigt und die Gäste warten auf ein Zeichen des Hausherren, erst jetzt dürfen sie das eigentliche Teehaus betreten. Als Speisen werden leichte Gerichte wie Suppe oder Reis angeboten. Oftmals kann der Raum, indem die eigentliche Teezeremonie stattfindet, nur durch einen schmalen Durchgang erreicht werden. Durch die gebückte Haltung sollen Respekt und Demut vor der Zeremonie bekundet werden. Während der Teezeremonie sitzen die Gäste auf dem Boden – es gibt keine Möbel oder Einrichtungsgegenstände im Raum. Eine Feuerstelle in der Mitte dient zum Erwärmen des Teewassers.

Typische Japanische Einrichtung

Shoji, so wird die japanische Schiebewand genannt. Sie kann auch als Außenwand genutzt werden, da die Abtrennungen zwar lichtdurchlässig, aber trotzdem blickdicht sind. Die einzeln per Hand gefertigten Wände finden auch Verwendung als Raumteiler oder Schrankwand. Unaufdringlich und harmonisch fügen sich die Trennwände aus Holz und Papier in jeden Raum. Das sogenannte Fusuma, wird in Japan häufig als Raumteiler verwendet. Im Gegensatz zum Shoji ist es auch lichtdicht. Häufig findest du auf den Papierwänden schöne japanische Muster.

Raumteiler
Japanischer Raumteiler (Quelle: Tsuboya, Fotolia)

Der ursprüngliche japanische Bodenbelag wird Tatami genannt. Im Inneren der Bodenauflage befinden sich getrocknete und gepresste Reisstrohmatten, die miteinander vernäht werden. Die Oberfläche besteht aus einer Matte aus Igus-Gras. Zum Schutz des Belages werden die Kanten mit einem Baumwollband eingenäht.

Zu den beliebtesten Künsten zählt in Japan Shodo, die japanische Kalligraphie. So werden Lampenschirme, Bilder und auch Porzellan mit den schön geschwungenen Schriftzeichen verziert. Farbenprächtige Kimonos und die japanische Teezeremonie zählen zu den Bräuchen Japans. Bei der Einrichtung eines Japanzimmers kannst du dir im Internet eine Vielzahl von Tipps und Ratschlägen suchen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.