Im Trend: Ökologischer Gartenbau

Obst & Gemüse
ökologischer Gemüseanbau (Quelle: © Tomo Jesenicnik, Fotolia)

Ökologischer Gartenbau kommt ohne den Einsatz von Gift, Kunstdünger und chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln aus. Beim Anbau von Obst und Gemüse im Garten für den eigenen Verzehr musst du besonders auf die eingesetzten Mittel achten. Es geht auch ohne die chemische Keule. Ökologischer Gartenbau besteht aus einer Vielzahl an Komponenten und wird in den kommenden Jahren mehr an Bedeutung gewinnen.

Auf Chemie verzichten

Ökologischer Gartenbau verzichtet auf den Einsatz von chemischen Düngern oder Schädlingsbekämpfungsmitteln. Vor allem durch die Förderung von Nützlingen im Garten und eine gute Bodenpflege kann die Chemie im Keller bleiben. Zu den nützlichen Helfern im Garten zählen Igel, Erdkröte und Marienkäfer. Blattläuse und andere Schädlinge haben gegen die natürlichen Feinde keine Chance.

Zur guten Bodenpflege zählt regelmäßiges auflockern und gießen der Erde. Das Anpflanzen von schnell wachsenden Mischkulturen lockert den Boden zusätzlich auf und verhindert Erosion. Und zuletzt können mit Mulch, Gründünger und Kompost dem Erdboden wichtige Nährstoffe zugeführt werden. Mulch wird vor allem zum Abdecken der Erdoberfläche verwendet. Der Boden trocknet nicht aus, ihm werden Nährstoffe zugeführt und das Wachstum von Wildkräutern wird verringert. Kompost oder Tiermist führen dem Boden zusätzliche Nährstoffe zu.

Im Baumarkt findet der Gartenliebhaber eine große Auswahl an unterschiedlicher Gartenerde. Mit und ohne Dünger, mit und ohne Torf, besonders auf Letzteres solltest du als umweltbewusster Gärtner verzichtet. Torf entsteht im Moor und es wächst circa einen Millimeter pro Jahr. Du kannst dir also vorstellen, wozu ein stetiger Torfabbau führen würde.

Ökologischer Gartenanbau fördert den Anbau von alten Obst- und Gemüsesorten. Nicht nur die genetische Vielfalt der Pflanzenwelt bleibt so erhalten, sondern regionale Sorten sind meist robuster und deshalb einfacher anzubauen.

Kokoserde als Alternative

Kokosfasern sind Abfallprodukte der Kokosölindustrie. Bis jetzt wurden die Schalen verbrannt und die Bewohner von Indien und Sri Lanka hatten mit der hohen CO2 Belastung in ihren Ländern zu kämpfen. Eine Alternative ist die Verarbeitung zu Kokoserde. Der Mix aus feinen und groben Kokosnussfasern wird erhitzt und somit alle Insekten, Bakterien und Samen in der zukünftigen Erde abgetötet. Bevor die Erde in Form gepresst wird, wird ihr noch die letzte Feuchtigkeit entzogen.

Kokoserde kann viel Wasser speichern und du musst die Pflanzen weniger oft gießen. Kokoserde verhindert die Verschlammung des Erdbodens. Zudem ist die getrocknete Erde leicht und gut zu transportieren. Die trockene Kokoserde wird mit der angegebenen Menge Wasser gemischt und es entsteht eine nähstoffreiche Pflanzenerde.

Auf www.kokos-erde.de kann der verantwortungsbewusste Gärtner die Kokoserde in ganz unterschiedlichen Formen kaufen. Sogenannte Quelltabletten werden hauptsächlich für Topfpflanzen eingesetzt. Ausgefallener sind Kokosfaser Pflanztöpfe. Durch die offene Topfwand wird die Pflanze optimal mit Sauerstoff versorgt. Wird der Topf zu klein, stellst du diesen mitsamt der Pflanze in die größere Alternative. Wird der ökologisch abbaubare Topf direkt in den Garten gepflanzt, verrottet dieser nach ein paar Jahren von selbst.

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