Der perfekte Rasen – Teil 2

Nachdem wir im ersten Teil Grundsätzliches zur Rasenhöhe und zum Rasenmähen beschrieben haben, kommen wir jetzt zum Dünger. Dieser gibt dem Rasen wertvolle Nährstoffe und Mineralien. Oft hilft gegen lästiges Unkraut jedoch nur ein Kniekissen und mühsames Unkrautausstechen.

Rasendünger

Gedüngt wird immer zu Beginn der Wachstumsphase, also im Frühjahr. Ein Langzeitdünger gibt seine Nährstoffe bis zu 100 Tage lang an den grünen Teppich ab.

Beim Kauf solltest du speziell auf die Zusammensetzung achten. Die Abkürzung N auf der Verpackung steht für Stickstoff. Dieser beschleunigt das Wachstum und verleiht dem Gras eine schöne grüne Farbe. Besonders bei Zierrasen musst du hierauf achten. Kalium, Abkürzung K, macht den Spielrasen widerstandsfähiger.

Den Rasendünger musst du gleichmäßig auf der Fläche verteilen. Die genauen Mengenangaben auf der Verpackung solltest du auf jeden Fall einhalten. Nach dem Düngen den Rasen immer gut gießen, am besten mit einem Rasensprenger. Das Wasser darf jedoch nicht in Pfützen im Gras stehen.

Unkraut im Rasen

Moos ist ein häufiger Gast im Rasen. Oft ist der Boden hier zu nährstoffarm. Ein hoher Lehmanteil, der die Feuchtigkeit lange hält, begünstigt das Mooswachstum. Betroffene Stellen liegen oft den ganzen Tag im Schatten. Hier kannst du mithilfe eines Vertikutierers der Boden aufgelockert. Zudem wird das Moss entfernt und so eine bessere Belüftung der befallenen Stellen erreicht. Vertikutiert wird normalerweise im Frühjahr und noch einmal im Spätsommer. Vorher solltest du den Rasen kurz mähen und nach dem vertikutieren düngen. Wer ein Moos vernichtendes Mittel auf Eisenbasis aus dem Baumarkt kauft, muss Berührungen mit Stein und Metall vermeiden. Das Mittel hinterlässt auf diesen Materialien unschöne Flecken.

Gemähte Rasenfläche
Der perfekte Rasen (Quelle: © Jürgen Fälchle, Fotolia)

Unkrautpflanzen wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Klee musst du wohl oder übel mühsam von Hand ausstechen. Du musst die gesamten Wurzeln entfernen, sonst wächst der ungebetene Gast sofort wieder nach. Im Baumarkt gibt es auch chemische Unkrautvernichter, diese sind aber teilweise giftig für Mensch und Tier. Die Beschreibung vor der Verwendung immer genau lesen!
Unschöne braune Stellen im Gras können ein Zeichen von Pilzbefall sein. Hier musst du die Flecken großflächig mit den Wurzeln entfernen und den Rasen neu ansäen. Auch bei kahlen Stellen solltest du die alte Erde abtragen und mit Neuer auffüllen.

Tiere im Garten

Natürlich heißen wir alle Tiere im Garten „Herzlich Willkommen“ – auch wenn uns Einige lieber sind als andere. Der Maulwurf zum Beispiel ernährt sich hauptsächlich von Larven und Mücken unter der Erde. Dennoch hinterlässt er sichtbare Zeichen in deinem Rasen. Die kleinen Tiere sind geschützt und dürfen nicht getötet werden. Jedoch sind die Gesellen sehr geräuschempfindlich. So hilft es oft, eine leere Flasche bis zum Hals in der Erde zu vergraben. Durch den Wind entstehen Geräusche, die das Tier vertreiben sollen. Im Baumarkt findest du auch einige Pflanzen, die gegen Maulwürfe helfen sollen – aber eine sichere Methode gibt es nicht.

Wühlmäuse sind da schon etwas anstrengender. Sie fressen die Wurzeln von Sträuchern und Büschen an. Hast du ein paar der geselligen Tiere im Garten, solltest du den Rasen immer kurz schneiden, damit den Tieren keine Möglichkeiten zum Verstecken bleiben. Im Notfall kannst du vor den Mauselöchern auch Fallen aufstellen.

Neu ansähen vs. Rollrasen

Beim Besuch des Baumarkts finden sich unterschiedliche Rasenmischungen im Regal. Unterschieden wird zwischen Sport-, Spiel- und Zierrasen. Den Grassamen solltest du für ein perfektes Ergebnis aus Sonnen- und Schattenrasen mischen. Vor dem ansäen musst du alles Unkraut entfernen, Steine aussortieren und die Erde umgraben beziehungsweise lockern. Ist der Untergrund zu sandig, musst du Rindenmulch beimischen. Die Grassamen musst du gleichmäßig auf dem Untergrund verteilen und fest andrücken. Danach sollte mit einem Rasensprenger der Boden feucht gehalten werden. Schon nach einer Woche ist das erste zarte Grün zu erkennen. Nach circa drei Wochen kannst du zum ersten Mal mähen.

Die einfachere aber auch teurere Alternative ist der Rollrasen. Im Baumarkt oder in der Gärtnerei wird der Rasen gezüchtet. Ist er schön dicht gewachsen, wird er mit den Wurzeln abgestochen und du kannst ihn in Rollen mit nach Hause nehmen. Innerhalb von drei bis sechs Wochen sind die Wurzeln mit dem Untergrund verwachsen. Jedoch musst du mit einem Preis von sechs bis acht Euro pro Quadratmeter rechnen.
Berücksichtigst du die Ratschläge, kann der Sommer kommen. Ein grüner weicher Rasen wartet auf hungrige Sonnenanbeter und heiße Grills.

In Teil 1 bekommst du ausführliche Informationen zum Thema Rasenmähen und welcher Mäher der beste für dein Grün ist.

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