Der perfekte Rasen – Teil 1

Sommerwiese
In diesem Rasen sind bereits viele Blumen aufgegangen. Foto: runzelkorn / fotolia.com

In jedem Frühjahr kommen sie wieder, die schönen gelben Blumen im „perfekten Rasen“. Löwenzahn, braune Flecken und andere Unkräuter vermiesen den Spaß am Rasen. Gartenbesitzer haben zwei Möglichkeiten, wie sie zu einem perfekten Rasen kommen. Entweder sie beauftragen einen Gartengestalter oder sie legen selbst Hand an. Es gibt ein paar Tricks für den perfekten Rasen. Schnitt, genügend Belüftung, Sonne, Wasser und Dünger sind hier die Stichworte.

Rasenmähen

Durch regelmäßiges Rasenmähen entsteht der gewünschte dichte und gesunde Rasen. Einzelne Rasen Pflänzchen bilden mehrere Nebentriebe und lassen das Gras dichter wachsen. Außerdem verhindert ein regelmäßiges schneiden, das das Gras anfängt zu blühen. Wie oft du mähen musst, hängt von der Nutzung, dem Rasen Typ und der Witterung ab.

Spiel- und Gebrauchsrasen solltest du vom Frühjahr bis in den Spätsommer einmal die Woche schneiden. Feinen Zierrasen allerdings musst du bis zu dreimal die Woche kürzen. Die beste Tageszeit zum Rasenmähen ist am späten Vormittag. Der Morgentau ist dann bereits verdunstet, die Sonne steht jedoch noch nicht so hoch am Himmel. Schneller wächst der Rasen bei feucht-warmem Wetter. Hast du ein paar Tage das Mähen versäumt, solltest du das Grün auf zweimal schneiden. So kannst du der Entstehung von unschönen braunen Flecken im Rasen vorbeugen.

Auch die Schnitthöhe spielt eine wichtige Rolle beim perfekten Rasen. Zierrasen sollte höchstens eine Länge von zwei bis drei Zentimetern haben. Nutz- und Spielrasen darf dagegen gerne zwischen vier und fünf Zentimetern hoch sein, das macht ihn robuster. Der erste Schnitt im Frühjahr sollte allgemein etwas kürzer sein. Dafür darfst du den Rasen im Hochsommer etwas länger stehen lassen, als Schutzschicht gegen zu schnelles Austrocknen.

Besondere Vorsicht ist bei Hanggrundstücken geboten – bei mehr als 20 Prozent Neigung kann der Rasenmäher ins Rutschen kommen und es kann zu Unfällen kommen. Beim Rasenmähen auch immer feste Schuhe tragen – bei Flip Flops und Sandalen ist die Unfallgefahr um einiges höher.

Der perfekte Rasenmäher

Der Rasenmäher solltest du je nach Größe deiner Rasenfläche wählen. Grundsätzlich wird zwischen Spindelrasenmäher und Sichelmäher unterschieden. Der Spindelmäher wird auf Golf- und Fußballplätzen eingesetzt. Er schneidet das Gras wie eine Schere und ist so schonender für die Halme – aber auch teurer in der Anschaffung.

Bis zu einer Rasenfläche von 100 Quadratmetern kannst du einen handbetriebenen Spindelmäher verwenden. Die Schnitthöhe kannst du selbst einstellen. Ein Grasfangkorb erspart nachträgliche Arbeit. Ist der Rasen jedoch länger als zehn Zentimeter, kann dieser Mäher nicht mehr eingesetzt werden. Preislich musst du hier je nach Größe zwischen 50 und 100 Euro rechnen.

Gemähte Rasenfläche, perfekter Rasen, Foto: Jürgen Fälchle/fotolia.com
Ein grüner, frisch gemähter Rasen sieht sehr gepflegt aus. Foto: Jürgen Fälchle/fotolia.com

Zwischen 500 und 1000 Quadratmetern kann ein Elektro- oder Benzinrasenmäher genutzt werden. Er hat keine Probleme mit höherem Rasen. Vor dem Kauf aber überprüfen, ob sich eine Steckdose in Reichweite befindet. Ein Gerät ist hier zwischen 150 und 500 Euro erhältlich. Hast du ein größeres Rasenstück zu schneiden, kannst du ein Rasentraktor kaufen. Der hohe Anschaffungspreis zwischen 1000 und 3000 Euro bietet jedoch eine enorme Zeitersparnis. Wer es ganz einfach haben möchte, der kann sich auch einen Rasenroboter kaufen. Dieser schneidet ganz selbstständig den Rasen.

Doch Achtung, die „Geräte- und Maschinenlärmverordnung“ verbietet Sonn- und Feiertags das mähen mit einem Rasenmäher – Ausnahme ist der Handmäher. Werktags darfst du zwischen 20 und sieben Uhr deinen Rasen nicht kürzen. Wichtig ist auch die Pflege des Rasenmähers. Die Messer müssen regelmäßig mit einer Bürste gereinigt und geschärft werden. Ein Benzinrasenmäher braucht zudem einmal im Jahr einen Ölwechsel. Frisch gemähtes Gras musst du von der Grünfläche und dem von den Messern entfernen und bevor du es an Tiere verfütterst, lass das Gras unbedingt trocknen.

Allein beim Rasenmähen kannst du also schon einiges falsch machen. Doch auch bei perfekter Rasenpflege kommt manchmal lästiges Unkraut oder Moos zum Vorschein. Im nächsten Teil gibt es hilfreiche Tipps zum Düngen und zur Unkrautvernichtung.

Im zweiten Teil findest du Informationen zum Thema Düngen, Unkraut bekämpfen und Ratschläge für einen Rollrasen.

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