Winter vor dem Kamin

Das Weihnachtsfest steht vor der Türe und die ersten weißen Schneeflocken fallen schon zu Boden. Es ist empfindlich kalt draußen und was kann es schöneres geben, als ein gemütliches Buch vor einem prasselnden Feuer. Ein Kamin steht auf der Wunschliste vieler Deutsche weit oben. In der kalten Jahreszeit macht ein Kamin das Wohnzimmer gemütlich und lädt zum Relaxen ein.

Welcher Kamin ist der Richtige?

Ein Kamin kann mehrere Anforderungen erfüllen. Er kann einen Raum oder auch eine ganze Wohnung beheizen, kann Warmwasser zubereiten und er sieht natürlich schön aus. Wer über den Einbau eines Kamins nachdenkt, muss erst einmal sicherstellen, dass die bautechnischen Anforderungen gegeben sind. Zu Beginn musst du mit deinem zuständigen Schornsteinfeger einen Termin ausmachen. Dieser klärt mit dir alle wichtigen Details ab. Beispielsweise, ob der Schornstein im Haus für einen Ofenanschluss geeignet ist. Ist das nicht der Fall, kann eventuell ein Durchbruch durch die Hauswand weiter helfen. Die genauen Einzelheiten erklärt dir der Schornsteinfeger.

In der Feuerverordnung ist festgeschrieben, wie viel Frischluft durch den sogenannten Verbrennungsluftzuleiter in den Kamin gelangen muss. Oftmals entstehen bei gut gedämmten Häusern hier Probleme, da nur sehr wenig Frischluft von draußen ins Haus eindringen kann. Der Kaminkehrer begutachtet außerdem mit dir den Standort des neuen Kamins. Was befindet sich in naher Umgebung und wie sieht es mit der Sicherheit aus. Weitere Tipps, damit du schnell vor deinem warmen Ofen entspannen kannst, findest du hier.

Bei der Entscheidung für einen Kamin solltest du auf keinen Fall einen zu großen Ofen für einen kleinen Raum auswählen. Frag beim Schornsteinfeger nach der geeigneten Größe. Ein kleineres Modell mit großer Glasfläche, wo viel vom Feuer zu sehen ist, wirkt gemütlicher und einladender. Am beliebtesten ist sicherlich ein „dänischer Kamin“, ein klassischer Ofen mit großem Fenster. Eine Auswahl findest du hier. Alle hochwertigen Kaminöfen der heutigen Zeit besitzen einen Feinstaubfilter um die Verschmutzung der Umwelt zu reduzieren.

Willst du deinen neuen Kamin gleich zum Heizen des Haushalts nutzen? Dann muss die Fachfirma zusätzlich ein spezielles Rohrsystem verlegen, damit die Wärme ins ganze Haus gelangt. Spätestens jetzt steht die Auswahl des passenden Ofens an. Achte darauf, dass dein Ofen für den Dauerbetrieb geeignet ist. Du kannst ihn mit verschiedenen Brennstoffen befeuern und das ganze Haus erwärmen.
Ein Pelletofen wird mit Holzpellets befeuert. Die Holzpellets werden aus Holzabfällen wie Sägemehl hergestellt. Ein solcher Kamin besitzt einen höheren Wirkungsgrad als ein mit Holzscheiten befeuerter Ofen. Soll die Warmwasserversorgung des Haushalts auch über den Kamin laufen, sind aufwendigere Umbaumaßnahmen nötig. Doch das Heizen mit Pellets ist zum einen umweltschonend, zum anderen freut sich der Geldbeutel.

Ein Gaskamin hat den Vorteil, dass er immer sauber bleibt und kein Ruß entsteht. Die Technik ist heute so weit, dass dieses Feuer einem Holzfeuer täuschend ähnlich sieht. Den typischen Kachelofen im Wohnzimmer kannst du heutzutage mit Pellets, Holzscheiten oder Kohle anschüren. Er gibt eine gleichmäßige Strahlungswärme über einen langen Zeitraum ab, was eine angenehme Atmosphäre im Raum schafft.

Passendes Holz für den Kamin

Auf der Suche nach Feuerholz führt oft der erste Weg in den Baumarkt. Hast du jedoch einen hohen Verbrauch an Holz, wird der Einkauf im Baumarkt ein teurer Spaß. Der örtliche Brennholzhändler kann dir weiterhelfen. Viele Forstverwaltungen bieten auch an, dass du dir das Holz selbst aus dem Wald gegen eine Gebühr abholen kannst. Der richtige Umgang mit Kettensäge und Holzwerkzeug wird hier vorausgesetzt. Mithilfe einer Axt und eines Fiskars Holzspalters kannst du das Holz in kamingerechte Stücke zerkleinern.

Brennholz vor einem Kamin
Wärmequelle Kamin (Quelle: © maho, Fotolia.com)

Buchenholz eignet sich gut, denn es hat ein besonders schönes Flammenbild und Birkenholz verbreitet einen angenehmen Geruch im Zimmer. Vor allem bei Nadelhölzern solltest du vorsichtig sein. Das Harz spritzt beim Verbrennen, deshalb solltest du es nur als Anzündholz verwenden. Immer darauf achten, dass das Holz auch trocken ist. Nasses Holz braucht länger, bis es brennt und es kann zu starker Rauchentwicklung kommen. Eine alte Regel besagt, dass frisch gefälltes Holz circa zwei Jahre liegen sollte, bis im Holz lediglich eine Restfeuchte von 15 bis 20 Prozent enthalten ist.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.