Wasserschaden beheben – Tipps zur Rettung des Hauses

Hochwasser 2013
Hochwasserschäden darfst du nicht unterschätzen (Quelle: © Bernd Leitner, Fotolia)

Immer wieder zeigt die Natur ihre Stärke: Sintflutartige Regenfälle oder Flüsse, die über die Ufer treten, können riesige Gebiete überschwemmen. Das Wasser macht dann auch vor Wohngebieten keinen Halt. Doch nicht nur eine Naturkatastrophe kann Wasserschäden am Haus verursachen. Auch ein Wasserrohrbruch kann verheerend sein. Hier erfährst du, wie du im Fall der Fälle richtig handelst.

Hochwasserschaden – und jetzt?

Wasser, das in deinen Keller eingedrungen ist, kannst du über einen Kanalzulauf ins Freie pumpen. Handelt es sich allerdings um eine größere Überschwemmung, solltest du den Strom abstellen und die Feuerwehr oder einen Fachbetrieb zu Hilfe holen. Ist das Wasser abgepumpt, solltest du den Schmutz und Schlamm, der mit dem Wasser ins Haus gespült wurde, entfernen. Zudem gilt nun: Alle nassen Sachen, wie Teppiche und Gerümpel aus den betroffenen Räumen entfernen. Gerade im Keller trocknen diese Dinge nicht schnell genug.

Da sich im feuchten Mauerwerk Schimmel bilden kann, muss die Bausubstanz so schnell wie möglich trocknen. Ist der Keller betroffen, reicht Heizen und Lüften meist nicht aus. Deshalb solltest du dich an eine professionelle Raumentfeuchtungsfirma wenden. Der Fachmann weiß, welche Maßnahmen nach dem Wasserschaden zu ergreifen sind. Beispielsweise müssen in der Regel Spanplatten und andere Holzbauteile demontiert werden, damit die Belüftung hinter den Bauteilen gewährleistet ist. Das Gleiche gilt für Trockenbauwände. Wurde Mineralwolle als Dämmmaterial verwendet, ist sie nach einem Wasserschaden meist unbrauchbar und muss ersetzt werden. In der Regel gilt das auch für feuchten Gips- und Kalkputz, denn darin hält sich die Feuchtigkeit sehr lange.

Möbel solltest du von den Wänden wegrücken und auf Leisten stellen. So gewährleistest du eine optimale Belüftung der Wand und des Fußbodens. Weiterhin ist es sinnvoll, Kellerfenster und Türen zu öffnen, denn Zugluft hilft beim Trocknen des Gebäudes.

Bei schweren Überschwemmungen ist es außerdem ratsam, die Standsicherheit des Hauses von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Dieser kann beispielsweise Unterspülungen provisorisch auffüllen.

Schäden an Häusern

Grundsätzlich kommt jeder Gebäudetyp unterschiedlich gut mit den Folgen eines Hochwassers oder eines Rohrbruchs klar. So vertragen zum Beispiel Häuser, die zum Großteil aus Beton bestehen, eine Überschwemmung besser als viele Leichtbaukonstruktionen. Wurde eine mineralische Dämmung verwendet, muss diese jedoch ausgetauscht werden.

Handelt es sich um ein Gebäude aus Mauersteinen, ist es wichtig, abgeplatzte und nasse Putzoberflächen nach dem Hochwasserschaden zu entfernen. Auch Gipsbaustoffe sollte ein Fachmann entfernen und erneuern.

Bei Fertighäusern, die einen Holzrahmen besitzen, ist es ein wenig komplizierter. Das nasse Holz quillt mit der Zeit auf und so kann es zu geometrischen Veränderungen kommen. Wenn sich die statische Struktur verändert, kann es passieren, dass das Gebäude nicht mehr winddicht ist. Hier muss auf jeden Fall ein Fachmann ran.

Alte Fachwerkhäuser oder Lehmhäuser müssen auf ihre Standsicherheit überprüft werden. Eine vollständige und schnelle Trocknung ist hier sehr wichtig. Da der verwendete Lehm nur sehr langsam trocknet, begünstigt dies den Pilzbefall des Hauses.

Wasserrohrbruch beheben

Nicht nur ein Hochwasser kann Schäden an Gebäudestruktur und Einrichtungsgegenständen hinterlassen. Ein Wasserrohrbruch im Haus hat ähnliche Folgen. In diesem Fall solltest du sofort den Strom im Haus abstellen und die Hauptwasserleitung im Haus abdrehen, damit nicht noch mehr Wasser ausläuft. Wohnst du in einem Mehrfamilienhaus, solltest du die anderen Bewohner über den Schaden informieren.

Zum Beheben eines Wasserrohrbruchs ist ebenfalls ein Fachmann erforderlich. Er stellt den Ort des Wasserrohrbruchs fest und behebt den Schaden. Dabei kommen meist Raum- und Luftentfeuchter zum Einsatz. Falls sich die Feuchtigkeit bereits unter dem Estrichbereich befindet, also zwischen Betonplatte und Dämmung, greift der Fachmann auf spezielle Trocknungsgeräte zurück.

Hilfreich ist in einem solchen Falle ein Sanitär-Notdienst, der eine Komplettabwicklung anbietet, wie beispielsweise Schadenengel.de. Der Fachmann behhebt nicht nur den Wasserschaden und kümmert sich um Leckageortung und Trocknung, sondern übernimmt auch die Abwicklung mit der Versicherung. So hast du alle Dienstleistungen aus einer Hand und musst dich im Schadensfall um nichts kümmern.

Ein Kommentar

  1. Guten Tag,
    vielen Dank erstmal für den interessanten Artikel! Eine Freundin hatte einen Wasserschaden im Keller und ist ziemlich am Ende. Anscheinend muss der Keller komplett saniert werden, auch um Schimmel zu vermeiden, was ziemlich teuer ist. Immerhin kann sie das gleich als Anlass nehmen, ihren Keller umzubauen. Viele Grüße Yvonne

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