Pelletofen oder Hackschnitzelheizung – Vorteile beim Heizen mit Holz

Schon seit Jahrtausenden ist Holz ein beliebter Brennstoff. Der Rohstoff ist in den meisten Ländern der Welt verfügbar und lässt sich einfach zu Brennholz verarbeiten. Durch eine vorrausschauende Anpflanzung neuer Bäume kann eine flächenhafte Abholzung des nachwachsenden Rohstoffes verhindert werden. Durch die fortschreitende Technik ist das Heizen mit Holz aber nicht mehr auf konventionelle Öfen oder Kamine beschränkt. Mit einem Pelletofen oder einer Hackschnitzelheizung lassen sich sehr gute Heizleistungen erzielen. Die modernen Heizgeräte haben allerdings auch Vor- und Nachteile.

Heizen mit Holz

Brennholz in einem Korb
Du brauchst Stauraum für Brennholz (Quelle: Benjamin Haas, Fotolia)

Im Vordergrund von Bauherren und Eigentümern stehen zwangsläufig immer die Kosten. Die Kosten einer Hackschnitzelheizung oder eines Pelletofens sind von der möglichen Heizleistung abhängig. Auch die Ausstattung der neuen Heizung spielt eine wichtige Rolle. Diese Kosten relativieren sich allerdings sehr schnell, wenn man die niedrigen Brennstoffkosten berücksichtigt. Je nachdem ob du Stückholz, Hackschnitzel oder Pellets verbrennst, kannst du bis zu 50 Prozent gegenüber Heizöl und Erdgas einsparen.

Die Lagerung von Holzpellets und Stückholz ist einfach und relativ geruchsneutral. Da es sich bei Hackschnitzeln um frisches zerkleinertes Holz handelt, wird ein zusätzlicher Raum zur Lagerung benötigt, der gut belüftet werden kann. Durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt haben die frischen Hackschnitzel einen sehr starken Eigengeruch.

Finanzierung der neuen Heizungsanlage

Wer unterstützt dich bei den Kosten für eine Hackschnitzelheizung oder einen Pelletofen?
Um für die Hackschnitzelheizung eine Förderung zu erhalten, muss sie automatisch beschickbar sein. Das bedeutet, der Brennstoff muss der neuen Heizungsanlage automatisch zugeführt werden. Die Höhe der finanziellen Förderung ist von der Heizleistung und der Bauart der Heizung abhängig. Wird die Heizanlage außerdem mit einer Solarthermie gekoppelt, können Eigentümer eine noch höhere Förderung beantragen.

Beim sogenannten Kombinations- und Effizienzbonus handelt es sich um einen Pauschalbetrag, der derzeit mit 500 Euro veranschlagt wird. Da die Kosten einer Hackschnitzelheizung oder einer Pelletheizung zwischen 5.000 bis 15.000 Euro liegen können, solltest du die staatliche Förderung nicht außer Acht lassen. Die Förderung kannst du bei der Bafa, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und der KfW-Bank beantragen.

Kaminofen für das Wohnzimmer

Gegenüber einem Pelletofen und einer Hackschnitzelheizung sind Kaminöfen mit Stückholzbefeuerungen eher eine Lebenseinstellung. Den Ofen musst du täglich mit Holz versorgen. Natürlich kannst du auch dein Heim damit heizen, aber du benötigst hierfür große Vorräte an Holz. Für die Lagerung muss viel Platz zur Verfügung stehen. Damit das Holz mit der besten Heizleistung verbrennt, muss es gut abgelagert und getrocknet werden. Die Bereitstellung und die Zerkleinerung sind mit fast täglicher, teilweise schwerer Arbeit verbunden.

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Des Weiteren musst du die Asche vor allem in den langen Heizperioden im Winter rechtzeitig und gründlich entfernt. Wirklich rentabel ist eine Stückholzbefeuerung nur, wenn du deinen Brennstoff selbst produzieren kannst. Eine schöne Alternative ist ein Kaminofen im Wohnzimmer. Dieser wärmt nur das Wohnzimmer – lädt aber zum Entspannen und Relaxen ein. Auch die Anschaffungskosten für einen solchen Ofen sind weitaus geringer. Dein Schornsteinfeger kann dir bei der Umsetzung dieses Projekts weiterhelfen.

Holz ist ein guter Brennstoff. Da es während des Wachstums CO2 bindet, ist die Verbrennung neutral. Allerdings wird bei der Verbrennung von Stückholz Feinstaub erzeugt, der durch den Kamin in die Umwelt gelangt. Der nachwachsende Rohstoff wird in Zukunft immer wichtiger als Brennmaterial. Wenn du im Baumarkt vorgeschnittenes Holz kaufst, achte auf die Herkunft des Materials.

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