Immobilienkauf: Rein ins Eigenheim

Die Zinsen haben einen Rekordtiefstand erreicht, deshalb suchen immer mehr Bundesbürger nach einer sinnvollen Alternative für ihr gespartes Geld. Viele Paare und Familien träumen schon lange von den eigenen vier Wänden. Nie mehr Miete zahlen oder vor Umbauten die Erlaubnis des Vermieters einholen müssen – doch den Immobilienkauf musst du gut planen. Meist kaufst du im Leben nur eine Immobilie, deshalb musst du genau abwägen, wie du dir deine Zukunft vorstellst.

Immobilienkauf planen

Haus mit Garten. Foto: M.Rosenwirth/fotolia.com
Viele Familien träumen von einem Haus im Grünen. Foto: M.Rosenwirth/fotolia.com

Ist die Entscheidung für ein Eigenheim gefallen, beginnt die Planungsphase. Möchtest du lieber auf dem Land leben oder die Vorzüge der Stadt genießen? Oftmals spielt der Arbeitsplatz eine ausschlaggebende Rolle. Öffentliche Verkehrsmittel und eine gute Infrastruktur helfen beim alltäglichen Leben.

Nachdem diese Entscheidung getroffen ist, stellt sich die Frage: Wohnung oder Haus? Hierbei spielt die Familienplanung eine große Rolle. Wie viele Kinder sind in Zukunft geplant? Möchtest du dir ein Haustier anschaffen? Diese Fragen solltest du vorher klären. Der Preis richtet sich nach der Wohnfläche und Lage der Immobilie. In einer Wohnung können manche Kosten mit den anderen Eigentümern geteilt werden. Deshalb sollte die Entscheidung für Wohnung oder Haus gründlich überdacht werden.

Die Finanzierung regeln

Der wichtigste Punkt bei der Planung ist sicherlich die Finanzierung. Ohne ein gutes Konzept geht hier gar nichts. Zuerst solltest du den Kaufpreis und die Nebenkosten addieren. Zu den Nebenkosten gehören Grunderwerbssteuer, Grundbuch- und Notarkosten sowie gegebenenfalls Ausgaben für die Renovierung und die Maklerprovision. Anschließend ziehst du dein Eigenkapital von der Summe aus Kaufpreis und Nebenkosten ab: Schon weißt du, welchen Betrag du mit Fremdkapital finanzieren musst. Idealerweise deckt dein Eigenkapital 20 Prozent des Kaufpreises und der Nebenkosten ab. Zumindest sollte es für die Nebenkosten ausreichen.
Du solltest allerdings nicht dein gesamtes Erspartes in den Immobilienkauf stecken. Da es oft zehn bis 30 Jahre dauert, bis alles abbezahlt ist, solltest du ein Notfallpolster liquide halten. Zudem erfährst du hier, wie du bei der Immobilienfinanzierung sparen kannst.

Jetzt wird es ernst!

Du hast die Immobilie deiner Träume gefunden? Wunderbar. Dennoch solltest du den Kaufvertrag nicht zu schnell oder überstürzt unterschreiben. Beauftrage lieber vorher einen Experten, der den Wert der Immobilie einschätzt und Baumängel erkennt. Handelt es sich bei der Immobilie um eine Wohnung, solltest du dir die letzten Berichte der Eigentümerversammlungen ansehen. Dort sind kommende Investitionen oder bestehende Mängel aufgelistet.

Hausbesichtigung. Foto: Kzenon/fotolia.com
Bei der Hausbesichtigung sollte ein Gutachter dabei sein, der den Wert einschätzt. Foto: Kzenon/fotolia.com

Jeder Immobilienkauf wird von einem Notar beurkundet. Käufer und Verkäufer bekommen im Vorfeld einen Vertragsentwurf zugeschickt. Diesen Entwurf solltest du genau prüfen. Haftungsausschlüsse sind zwar in solchen Verträgen üblich, doch als Käufer musst du dir bewusst sein, dass nachträglich entdeckte Mängel dann nur noch schwer zu beanstanden sind. Deshalb solltest du die Immobilie vorher auf Herz und Nieren überprüfen und inspizieren. Bis zu dem Termin, an dem der Kaufvertrag unter Beisein des Notars unterschrieben wird, muss auch die endgültige Finanzierung stehen. Oftmals bekommst du von der Bank ein Schreiben zur Bestätigung für den Verkäufer.

Bevor du das Geld an den Verkäufer überweist, muss im Grundbuch ein sogenannter Auflassungsvermerk eingetragen werden. Erst jetzt kann die Immobilie vom ursprünglichen Verkäufer an einen Dritten weiterverkauft werden. Nachdem der Notar dies erledigt hat, kannst du die Kaufsumme überweisen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.