Die perfekte Küche

Eine neue Küche, die auf eigene Bedürfnisse angepasst ist, wünschen sich viele Menschen. Damit die Küche perfekt wird, ist eine gute Planung Voraussetzung Nummer eins.

Küche mit Kochinsel. Foto: oliver-marc steffen / fotolia.com
Küche mit Kochinsel. Foto: oliver-marc steffen / fotolia.com

Ergonomische Küchenplanung

Eine andauernde Fehlhaltung bei der Küchenarbeit kann Rückenschmerzen verursachen und im schlimmsten Fall zu einem Bandscheibenvorfall führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei der Küchenplanung ergonomische Aspekte zu beachten.

In der Küche wird viel geschnippelt und geraspelt, deshalb sollte die Höhe der Arbeitsfläche an die Körpergröße angepasst werden. Eine Küchenarbeitsplatte hat dann die ideale Höhe, wenn der Abstand zwischen deinem um 90 Grad angewinkelten Ellenbogen und der Arbeitsfläche 10 bis 15 Zentimeter beträgt. Arbeiten mehrere unterschiedlich große Personen in der Küche, sind höhenverstellbare Küchenblöcke zu empfehlen.

Neben der Arbeitsplatte spielen in Sachen Ergonomie auch die Unter- und Oberschränke eine Rolle. In den unteren Schränken sollte genug Stauraum sein, um Töpfe wie auch Pfannen zu verstauen. Für den Rücken wäre es nämlich sehr belastend, diese schweren Gegenstände aus den Oberschränken heraus oder in sie hinein zu räumen. Dennoch sollten die Oberschränke gut erreichbar sein und nicht zu weit oben angebracht werden. Hilfreich für ein sicheres und angenehmes Arbeiten ist auch ein Backofen oder eine Spülmaschine auf Sichthöhe.

Wahl der Küchenarbeitsplatte

Nicht nur die Ergonomie ist für eine perfekte Küche von Bedeutung, auch das Material der Arbeitsplatte ist entscheidend. Auf dem Markt gibt es Küchenarbeitsplatten aus unterschiedlichen Materialien, die verschiedene Vor- und Nachteile haben:

  • Wegen ihrer einzigartigen Maserung ist beispielsweise die Massivholzplatte sehr beliebt. Doch sie bedarf regelmäßiger Pflege. Damit Feuchtigkeit keine Chance hat, musst du die Arbeitsplatte aus Holz regelmäßig wachsen oder ölen. Die Holzplatte ist weder hitzebeständig noch kratzfest, kann aber bei Beschädigungen abgeschliffen und neu versiegelt werden.
  • Die Schichtstoffplatte ist eine beliebte und preisgünstige Alternative. Die aus Pressspan bestehende Küchenarbeitsplatte gibt es in unterschiedlichen Designs von rustikal bis modern. Doch auch diese Arbeitsplatte ist nicht gegen Schnitte und Kratzer resistent.
  • Granitsteinplatten sind sehr hochwertig. Sie halten hohe Temperaturen aus und sind unempfindlich gegen Kratzer. Die harten und robusten Arbeitsplatten sind jedoch teuer und ihr Gewicht könnte ebenfalls zum Problem werden. Zum Reinigen solltest du nur herkömmliches Spülmittel verwenden und keine scharfen oder ätzenden Scheuermittel.
Granitarbeitsplatten für die Küche. Foto: Photographee.eu/fotolia.com
Granitarbeitsplatten sind am robustesten. Foto: Photographee.eu/fotolia.com

Beleuchtung der Küche

Eine Deckenlampe in der Mitte des Raumes reicht nicht, um alle Schränke, Arbeitsflächen und Nischen so auszuleuchten, dass du gut in deiner Küche arbeiten kannst. Aus diesem Grund solltest du die Küche mit zusätzlichen Lichtquellen bestücken, die die verschiedenen Arbeitsbereiche gut ausleuchten. Dazu zählen beispielsweise:

  • Unterschrankbeleuchtungen, welche die Küchenarbeitszeile beleuchten
  • Lichtquellen in den Schränken
  • Assistentleuchten, die oben auf die Hängeschränke angebracht werden und die Schränke ausleuchten
  • Arbeitslicht für Herd, Spüle und über den Arbeitsflächen, beispielsweise Einbauleuchten, Strahler oder Schienensysteme mit Spots unter der Zimmerdecke

Ganz gleich, welche Beleuchtungssysteme für dich in Frage kommen – vergiss nicht, dich über die verschiedenen Leuchtmittel zu informieren. Das Licht der eingesetzten Lampen sollte farbecht sein, damit du die Frische der Lebensmittel gut beurteilen kannst. Bei der Arbeit mit Strom und elektrischen Leitungen solltest du stets einen Fachmann beauftragen.

Elektrogeräte für die Küche

Egal, wie perfekt deine Küche auch ist: Wenn die Elektrogeräte nicht mithalten, wirst du unzufrieden sein. Aus diesem Grund solltest du auch hier auf Qualität setzen:

  • Dunstabzugshauben: Es gibt zwei Varianten, Abluftabzugshauben und Umlufthauben.  Abluftabzugshauben leiten die Dämpfe durch ein Rohr mit integriertem Fettfilter aus dem Haus. Hierfür ist ein Mauerdurchbruch nötig. Dies hat den Nachteil, dass die aufgewärmte Luft durch die Lüftung entweicht, was zu höheren Heizkosten führen kann. Umlufthauben leiten die Luft durch einen Fettfilter, danach durch einen Aktivkohlefilter und anschließend gereinigt zurück in den Raum. Diese Dunstabzugshaube muss aus Sicherheitsgründen mindestens 65 Zentimeter über dem Herd angebracht sein.
  • Kühl- und Gefrierschrank: Achte beim Kauf eines Kühl- und Gefrierschranks auf die Energieeffizienzklasse, denn Kühlgeräte machen 10-20 Prozent des Stromverbrauchs eines Haushalts aus. Die Effizienzklasse mit dem niedrigsten Stromverbrauch ist A+++ und verbraucht etwa 166 kW/h im Jahr. Die schlechteste Effizienzklasse ist D. Außerdem ist es wichtig, dass du kein zu großes Gerät kaufst: Je größer das Gerät, desto größer ist der Stromverbrauch.
  • Backofen mit Kochfeld: Überlege, ob dir ein preisgünstiges Stahl- oder Eisenkochfeld ausreicht oder ob du lieber ein etwas teureres Ceran-/Glaskochfeld beziehungsweise Induktionsplatten bevorzugst. Die zuletzt genannten Kochfelder sind zwar teurer, werden aber schneller heiß. Auch für den Herd gibt es das EU-Energie-Label. Hier ist A die effizienteste Energieklasse und G die ineffizienteste.
  • Spülmaschine: Soll es ein Einbaugerät oder ein frei stehender Spüler ein? Bei beiden Varianten sind die Maße wichtig. Zudem solltest du ein Age aufs EU-Energie-Label werfen: A+++ ist die beste Energieeffizienzklasse für Spülmaschinen, G die schlechteste. Zudem gibt es auch Labels für die Reinigungswirkung und Trocknungsleistung: Geräte der Klasse A spülen/trocknen am besten und der Klasse G am schlechtesten.

Küchenplanung mit einem Profi

Eine neue Küche ist viel Wert – nicht nur im Alltag, sondern auch monetär. Aus diesem Grund solltest du bei der Küchenplanung auf die Expertise von Profis setzen. Im Internet, beispielsweise bei Küchenfinder, findest du zahlreiche Beratungsunternehmen in deiner Nähe.

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