Denkmalgeschützte Immobilien renovieren

Du hast dich dafür entschieden, ein bereits gebautes Haus zu kaufen. Es geht jetzt nur noch darum, ob in der Stadt oder am Land und welche Größe das Haus mit Grundstück haben soll. Natürlich ist das immer auch eine Preisfrage. Vor allem in deutschen Vorstädten und in ländlichen Gebieten werden denkmalgeschützte Bauten angeboten. Du brauchst nicht gleich zu erschrecken, wenn das Wort „Denkmalgeschützt“ gefällt. Schließe diese Immobilien nicht gleich. Sie sind nicht nur schön, repräsentativ und strahlen eine Atmosphäre aus, sondern zeigen sich auch steuerlich lukrativ. Doch die Schönheit eines solchen historischen Gebäudes bringt auch bauliche Schwierigkeiten mit sich. So gibt es viele Vorlagen, an die du dich bei einem Umbau von solch einer Immobilie halten musst.

Historische Bauten gewinnen wieder an Bedeutung

Immer mehr Menschen investieren sogar in die Sanierung denkmalgeschützter Altbauten wie Gutshöfe, Gasthäuser, Fabriken, Mühlen, Leuchttürme und sogar Schlösser. Doch auch „einfache“ Wohnhäuser oder Wohnungen werden immer beliebter. Gerade in Städten gewinnen historische Bauten an Ansehen, da sie meist sehr zentral liegen. Bevor du jedoch zuschlägst und eine denkmalgeschützte Immobilie kaufst, überprüfe den Preis. Oftmals schlagen die Verkäufer die steuerlichen Vorteile, die entstehen, mit auf den Preis.

Allerdings musst du bei der Altbausanierung einiges beachten. Es geht hier vor allem darum, zukünftig Energie einzusparen, dabei jedoch die noch intakte Bausubstanz zu erhalten. Die Kunst hierbei ist, moderne Techniken und innovative Materialien einzusetzen, ohne dass das nostalgische Flair verloren geht.

Umbau nicht immer ohne Komplikationen

Denkmalgeschützte Immobilien bringen auch einige Stolperfallen mit sich. Wohl nirgends liegen sich Freude und Frust näher, als bei der Sanierung eines solchen Hauses. Einerseits erhält der Denkmalschutz den besonderen Charme, andererseits kann es sehr ärgerlich sein, wenn dir das Denkmalamt vorschreibt, in welcher Farbe du zum Beispiel die Fassade streichen musst.

Fassade
Denkmalgeschütztes Haus (Quelle: Kara, Fotolia)

Genehmigungspflichtig sind alle Maßnahmen, die auf das Erscheinungsbild und die Substanz des Hauses einwirken. Hierzu gehören unter anderem Abriss, neuer Anbau, neuer Putz, Neuanstrich oder neue Fenster. Auch statische Eingriffe müssen gemeldet werden, wie zum Beispiel Fachwerkreparatur oder der Dachgeschossausbau. Selbst im Inneren kann es meldepflichtige Details, wie Stuck oder alte Gemälde, geben.

Steuerersparnis

Der große Vorteil beim Kauf von denkmalgeschützten Immobilien ist die steuerliche Absetzbarkeit. Mit der AfA – kurz für Absetzung für Abnutzung, wird der Erhalt alter Immobilien gefördert. Die Sanierungskosten kannst du bis zu 100 Prozent von der Steuer absetzen. Möchtest du das Objekt selbst nutzen, kannst du zehn Jahre bis zu 90 Prozent der Sanierungskosten steuerlich absetzen. Kapitalanleger können sogar die volle Summe über zwölf Jahre absetzen. Die einzige steuerlich geförderte Kapitalanlage auf dem deutschen Markt heutzutage.

Ein Umbau benötigt nicht nur Zeit und Geld, sondern bringt viel Bürokratie mit sich. Bevor die Umbaumaßnahmen starten, musst du alle nötigen Unterlagen und Bescheinigungen beisammenhaben. Fehlende Dokumente können im schlimmsten Fall nachträglich nicht mehr ausgestellt werden und damit entfallen die steuerlichen Vorteile. Deshalb informiere dich genau im Vorfeld. Auch kannst du nicht alle Umbauten, die baurechtlich zwar erlaubt sind, auch steuerlich absetzen. Veränderst du zu viel an der Immobilie, entfällt der Denkmalschutz und mit ihm auch die Steuervorteile.

Sei dir im Klaren, dass der Umbau einer denkmalgeschützten Immobilie viel Geld kostet. Oftmals übersteigen die Kosten aufgrund unvorhergesehener Mängel die Planung. Dafür bekommst du auch ein Unikat mit unverwechselbarem Flair. Eine denkmalgeschützte Immobilie solltest du nicht nur wegen der steuerlichen Vorteile erwerben, sondern du solltest dich aus Liebe zum Objekt heraus entscheiden.

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