Das schwarze Gold – Erdöl

Erdöl ist ein in der Erdkruste eingelagertes Stoffgemisch. Der Hauptbestandteil ist Kohlenwasserstoff, dass bei Umwandlungsprozessen von organischen Stoffen entsteht. Aus Erdöl, in unbehandeltem Zustand auch Rohöl genannt, nicht nur Treibstoff gewonnen. Auch für die Erzeugung von Elektrizität und in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen wird der Rohstoff genutzt. Große Katastrophen bleiben meist im Gedächtnis, so das Tankerunglück der Exxon Valdez im Jahre 1989 vor Alaska und der Untergang der Bohrplattform Deepwater Horizon im Jahre 2010.

Entwicklung am Erdölmarkt

Die beschlossene Energiewende sieht nicht nur den Atomausstieg vor, sondern auch einen sinkenden Verbrauch von Erdöl. Benzin und Diesel sind die am meisten genutzten Treibstoffe auf der Welt. Durch den weiter steigenden Verbrauch einiger Länder und Konflikte in Erdöl – fördernden Ländern steigt der Preis für ein Barrel, was knapp 160 Litern entspricht, weiter an. Leider gibt es noch kein politisches Konzept in Deutschland um diesen teilweise drastischen Ölpreisanstieg der letzten zehn Jahre entgegenzuwirken.

Ölbohrung
Öl wird aus tiefen Erdschichten gewonnen (Quelle: Calin_Tatu, Fotolia)

Und politische Spannungen und Naturkatastrophen werden den Preis auch in Zukunft weiter in die Höhe treiben. Uns muss bewusst sein, dass der Rohstoff nicht ewig zur Verfügung steht und so ist die Industrie schon heute gezwungen immer höhere Risiken bei der Förderung des Rohstoffes einzugehen. Besonders Bohrungen in Naturschutzgebieten und auf hoher See bedrohen die Natur.

Möglichkeiten der Regierung

Als Erstes sollten Signale aus der deutschen Regierung kommen. Die Politiker müssen endlich umdenken und handeln. Es gibt ein paar wichtige Schritte, die zum Schutz der Umwelt und zum Erhalt des Rohstoffes getan werden können.

Die Pendlerpauschale soll einen Ausgleich zum sehr hohen Spritpreis darstellen, doch sie regt auch zum Autofahren an. Das Geld könnte in die Förderung von Elektro- und Hybridautos fließen. Doch deren Anschaffung lohnt sich nur, wenn auch eine gute Infrastruktur vorhanden ist. Sprich der Ausbau von „Stromtankstellen“ hat große Priorität.

Ein weiterer Punkt sind die Klimaschutzziele. Leider werden Ziele bis ins Jahr 2050 gesetzt, so übernimmt die jetzige Bundesregierung überhaupt keine Verantwortung. Ziele sollten jährlich überprüfbar sein, dass die Politiker schon jetzt zum Handeln gezwungen werden.

Ein Großteil des Erdöls verbrennen wir in unseren Kellern als Heizöl. Es wäre sinnvoll Hauseigentümer bei der Sanierung und Dämmung ihrer Gebäude mit günstigen Krediten und Zuzahlungen zu unterstützen. Beim Renovieren könnte der Einbau anderer Technologien wie Photovoltaik oder Erdwärme einen Teil zur Einsparung von Heizöl leisten. Ein weiterer großer Teil des Erdölverbrauchs liegt bei der chemischen Industrie. 20 bis 30 Prozent des Erdöls werden bei der Herstellung von Kleidung, Spielzeug, Verpackungen und Möbeln verwendet. Hier sind die Hersteller in der Pflicht, neue Methode und Verfahren zu erforschen. Fest definierte Ziele könnten die Unternehmen endlich zum Handeln zwingen.

Die Deutsche Bahn hat in den letzten Jahren ihr Schienennetz verkleinert. Nur große Prestigestrecken werden ausgebaut und kleine unrentable Strecken wurden stillgelegt. Die Regierung wäre in der Pflicht sich solcher Strecken anzunehmen. Die ländlichen Regionen werden hier sehr vernachlässigt. Gerade um eine Alternative zum Auto zu stellen, muss die Bahn auch die Grundversorgung der Bevölkerung in abgeschiedenen Gebieten gewährleisten.

Natürlich kann auch jeder selbst Öl sparen. Öfters mal das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen und das Auto stehen lassen. Die Zimmertemperaturen nicht unnötig hoch einstellen und auch der Verzicht auf Plastiktüten bilden schon einen Anteil um die Energiewende und Klimaziele einzuhalten.

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